Garten – Teil I
Anfang Oktober schneidet die Stadt Recklinghausen überhängende Äste vom benachbarten Schulgrundstück zurück.
Am Donnerstag, 09. Oktober beginnt der Garten- und Landschaftsbauer mit der Gestaltung des Gartens. Zuerst werden die Erdarbeiten durchgeführt. Es werden einige Kubikmeter Boden abtransportiert, damit die Gartenfläche annähernd eben wird. Die Fläche auf der Südseite wird in sanfter Trogform ausgeführt, die das Oberflächenwasser mit 1-2 % Neigung bis in die offenen Versickerungsmulden auf der West- und Nordseite führen. Das sieht so aus, dass die Rasenfläche in der Mitte ca. 15-20 cm tiefer liegt als an den Rändern und diese Tieflage ein Gesamtgefälle von 50 cm vom hintersten Punkt im Garten bis zur Versickerungsmulde vor dem Haus hat. Dort wird das Regenwasser vom Dach eingeleitet und zur Versickerung gebracht.
Die Versickerungsmulde besteht aus einem 20-30 cm starkem Kiesbett auf wasserdurchlässigem Grund, darauf wird ca. 25 cm Mutterboden gebracht und abschließend Rasen. Das Regenwasser wird oberflächig eingeleitet und versickert in diesem Bodenaufbau. Das spart Abwassergebühren, kommt dem Grundwasserspiegel zugute und entlastet die Kanalisation bei Starkregen, letztendlich ist das auch ein kleiner Beitrag Überschwemmungen an den großen Flüssen zu reduzieren.

Auch auf der Südseite findet sich viel Recyclingmaterial vom Abbruch des ehemaligen Übersiedlerheimes.
Die 1×1m großen Natursteinplatten aus Blaustein werden als Weg ums Haus, als Eingangstreppe und als Terrasse verlegt. Die Verlegung erfolgt auf 15-20 cm Schotter 0/56 und ca. 12 cm Feinsplitt in Trasszement. Die Unterseite der Steinplatten wird mit einem hydrophobierenden Anstrich versehen.
Alle nicht befestigten Flächen werden komplett mit Rollrasen belegt. Eine weitergehende Bepflanzung soll erst sukzessive in den nächsten Jahren folgen.
Zum Nachbarn im Süden wird eine kleine Winkelstützwand in 50 cm Höhe angelegt. Diese wird auch zugleich an zwei Stellen als Sitzbank ausgebildet mit einer Holzauflage. Der Garten wird abschließend mit einem Zaun als Sichtschutz in 1,5 m Höhe eingefriedet. Der Zaun besteht aus Holzpfosten mit Spanndraht, an dem Rindenmatten-Streifen befestigt werden.




